„I Gotta Feelin'“ – Zeiten des Umbruchs

Jeder kennt es, jeder hat es schon erlebt – eine Lebensphase hört auf, eine andere beginnt, eine Tür geht zu und eine andere öffnet sich. Dies gilt sowohl für das berufliche, wie auch für das private Leben.

Ob es nun der Eintritt in den Kindergarten, die Einschulung, der erste Tag an der weiterführenden Schule, die Abschlussparty, die abgeschlossene Berufsausbildung oder die erste Arbeitsstelle ist oder der/die erste Freund/in, das erste Mal, der erste Urlaub ohne Eltern oder die erste eigene Wohnung – das Leben lebt von  solchen Augenblicken und erst diese „Achterbahnfahrt“ durch diese Phasen macht es spannend und lebenswert.

Vor fast einem Jahr habe ich nun einen solchen Schnitt in meinem Leben gemacht. Ich habe mein Anerkennungsjahr (Erzieherausbildung) begonnen und bin bei meinen Eltern aus- und in eine eigene Wohnung eingezogen. In meine erste eigene Wohnung!

Mensch, was war ich aufgeregt! Möbel kaufen, Tapeten aussuchen, Umzug… Ich hab mich auch richtig toll eingerichtet, die Vermieterin ist ein supernetter Mensch und das ganze letzte Jahr habe ich mich, was die Wohnung betriftt, wirklich sehr wohl gefühlt.

Doch wie so oft im Leben spielt dieses einem gern mal ein Schnippchen. Leider musste ich – jetzt, wo ich wirklich praktisch arbeitete – feststellen, dass mir der Beruf der Erzieherin so garnicht liegt. Der ganze pädagogische Hintergrund und die bürokratische Arbeit ist so garnicht meine Welt und ich selbst habe das Gefühl, dass ich mich und meine Persönlichkeit nicht wirklich ausleben kann. Es mag am Beruf liegen, es mag an der Einrichtung liegen, es mag an mir legen – irgendwie passt es halt einfach nicht. Und irgendwann war dann Fakt: „Wir werden dich nicht übernehmen!“ Das heißt, ich muss mir jetzt was anderes suchen.

Nun passieren einem im Leben ja nicht nur blöde Dinge, sondern hin und wieder auch so richtig tolle Geschichten. Im September letzten Jahres lernte ich zum Beispiel einen wundervollen jungen Mann kennen, der mir auf Anhieb gut gefiel und offensichtlich ging es ihm mit mir genauso, denn seitdem sind wir ein Paar. Dieser junge Mann wohnt ein ganzes Eck von mir entfernt und bis jetzt ist das Ganze mehr oder weniger eine Wochenendbeziehung. Doch da ich ja innerhalb der nächsten zwei Monate quasi „vogelfrei“ werde und so oder so einen neuen Weg einschlagen werde, haben wir beschlossen, zusammen zu ziehen.

Das heißt: Es steht wieder ein Umbruch an! Am 28. August habe ich meinen letzten Arbeitstag, die Wohnung ist zum 01. September gekündigt, ich habe eine Zusage der Hochschule für den Studiengang Architektur und mein Freund und ich haben eine kuschelige kleine Wohnung an der Angel.

Natürlich fühle ich mich unsicher, was diesen großen Schritt angeht, aber in erster Linie bin ich mächtig aufgeregt und freue mich unheimlich darauf. Auf die gemeinsame Zukunft mit Schatz, auf das Studium, auf die gemeinsame Wohnung, … Keiner kann mir sagen oder mir garantieren, dass alles so klappt, wie ich, wie wir uns die Sache vorstellen, aber ich habe keine Lust mir Gedanken über das „Was wäre, wenn…“ zu machen. Ich hab ein gutes Gefühl, was diesen Schritt angeht und um es mit einem Zitat aus „Verliebt in Berlin“ abzuschließen:

„Fürchte dich nicht vor Veränderungen – fürchte dich vor dem Stillstand.“

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