Urlaub in Vigo

Huhu da draußen!
Ich weiß, es ist jetzt schon eine Weile her, aber ich finde, ich sollte es euch trotzdem nicht vorenthalten. Deshalb hier der Urlaubsbericht von meinem diesjährigen Sommerurlaub.
Schatz und ich hatten vor fünf Wochen unseren ersten gemeinsamen Urlaub. Es ging nach Vigo in Spanien. Hauptgrund war eigentlich ein Turnier von Schatz‘ Lieblings-Tabletopspiel. Das war aber erst am Wochenende, also dachten wir uns, wir machen die Woche davor mal schön gemütlich Urlaub. ^^

Am 10.08. ging es dann los: Koffer gepackt, ab ins Auto und los nach Frankfurt zum Flughafen – oder besser zu einem gemieteten Dauerparkplatz außerhalb. Von dort aus ging es dann mit einem Shuttle-Bus zum eigentlichen Zielort – dem frankfurt airport.
Dort lief es dann, wie man es gewohnt ist. Check-In, Gepäckaufgabe, Security-Scan, Boarding und dann schließlich saßen wir auch schon im Flieger der Iberia airlines.

Der Flug

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich schieb immer unheimlich Nervosität, wenn ich fliegen soll. Es ist gar nicht der Flug an sich, sondern diese Phasen des Abflugs und der Landung. Dazwischen ist alles gut, sofern keine größeren Luftlöcher oder Flugmanöver auftreten. Dass ich so ein Muffensausen vorm Fliegen hab, liegt wohl größtenteils an meiner Unerfahrenheit, bin ich doch erst ganze VIER Mal geflogen (Rückflüge miteingerechnet) und wenn man die Urlaubswoche dazu nimmt kommen nochmal vier Flüge dazu.
Zuerst ging es von Frankfurt nach Madrid, was in etwa 2 ½ Stunden dauerte. Der Start war schnell überstanden, der Flug ohne größere Zwischenfälle und die Landung brachte lediglich ein etwas stärkeres Gefühl von „Engelchen, Engelchen, fliiiiiieeeg!“ mit sich.
Der Flug von Madrid nach Vigo hatte es allerdings in sich. Ich war zwar zunächst locker, da ich ja erst einen Flug hinter mir hatte, aber der Start war derart ruckelig – die Leute in Madrid haben definitiv zu viele Löcher in die Luft geschaut. Es dauerte eine ganze Weile (von etwa 45 Minuten Gesamtflug) bis sich das Ganze beruhigt hatte – ich inklusive. Die Landung hingegen war sehr angenehm – ich hab fast nichts gespürt.
Nachdem wir unsere Koffer wieder eingefangen hatten, ging es zuerst aus dem Flughafen raus und dann in ein Taxi rein, das uns dann ins Hotel brachte.

Das Hotel
Unser Hotel hieß „Hotel Mexico“ und es liegt ein ganzes Stück vom Hafen entfernt in der Rúa da Via Norte. Wir hatten ein Doppelbettzimmer mit Frühstück gebucht.

Das Hotel hat eine sehr edle Aufmachung: Ledermöbel, dunkles Holz, viel Glas – alles sehr schick. Das Zimmer war richtig toll. Ein riesiges Bett mit einer richtig großen Zwei-Mann-Decke und zwei Kissen für jeden, ein Tisch mit zwei Stühlen, ein großer Kleiderschrank mit Safe, ein Schreibtisch mit Stuhl, ein paar Beistelltische und ein kleiner Kühlschrank. Außerdem ein Flachbild-Fernseher und ein Telefon, was wir aber beides nicht nutzten. Das Bad war sehr geräumig mit einem ewig breiten Waschbecken, einer riesengroßen Dusche und einer sehr eckigen Toilette. Handtücher und Waschzeug waren ebenfalls vorhanden.


Das Bett war sehr bequem und Schatz und ich waren begeistert von der riesigen Bettdecke, da sie verhinderte, dass einer dem anderen die Decke klauen konnte. ^^

Im ganzen Hotel gab es W-LAN, sodass die Internetnutzung kein Problem darstellte.
Das Frühstücksbuffet war sehr üppig und von 07.30 Uhr bis 10.30 Uhr geöffnet. Es gab Toast, Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Eier, Cornflakes, Croissants, Donuts und sogar warmes Essen wie gebratener Schinken und Rührei sowie zahlreiche Fruchtsäfte und andere Getränke.

Die Stadt
Wenn Schatz und ich dann ausgeschlafen und unser Luxusbad gebraucht, so wie das Frühstücksbuffet zu genüge geplündert hatten, ging es meist in die Stadt. Vigo hat einiges zu bieten, von schönen Kirchengebäuden über Festungsanlagen über zahlreiche Parks und Statuen bis hin zum Hafen. Am meisten fasziniert hat mich die unterschiedliche Architektur, die Kombination aus alten, fast abgewrackten Häusern und modernen Neubauten, die teilweise wirklich haarklein aufeinander abgestimmt wurden und sich so nahtlos in das restliche Stadtbild einfügen.


Der Hafen von Vigo ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Man hat einen tollen Blick aufs Meer, die Luft ist herrlich (wenn man nicht gerade am Fischstand steht) und so „umflattert von der Möwe Schrei“ lässt sich das Leben ganz gut genießen.

Die Restaurants
Da wir das Hotel nur mit Frühstück gebucht hatten, mussten wir uns für die restlichen Mahlzeiten etwas anderes überlegen. Um unser Hotel herum und generell in der ganzen Stadt verteilt, gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés, Imbisse und dergleichen. Und Schatz und ich beschlossen uns nacheinander durch die Auswahl zu futtern.
Unsere erste Wahl fiel auf die „Hamburgueseria Bel Air“ – ein Edel-Imbiss, der von Burgern über Sandwiches bis hin zu Baguettes alles zu bieten hat. Das Essen war super lecker, das Ambiente total gemütlich – wir haben uns sehr wohlgefühlt.
An einem anderen Abend gingen wir in ein Restaurant ganz in der Nähe des Hotels – das „Via Norte“. Ich muss zugeben, dass Schatz und ich nicht sehr begeistert waren. Zum einen gab es vor 21 Uhr keine warme Küche und selbst ab dann nur in begrenzter Auswahl. Wir mussten fast zwei Stunden warten. Zum anderen hatte der Besitzer des Restaurants wohl nicht nur Probleme mit fremdsprachigen Menschen, sondern auch mit Frauen, da er sich zunächst mit Schatz zurückzog, um ihm auf immer lauter, langsamer und deutlicher werdenden Spanisch zu erklären, dass die warme Küche erst später öffnete.
Dafür war unsere nächste Wahl umso besser, denn da waren wir so richtig schick essen. Es ging ins „Detapa Encepa“ – ein sehr edel wirkendes Restaurant. Die Einrichtung war richtig toll, ein tolles Gemisch aus der Steinwand, hellem Holz und Stahl. Die Speisen waren mit Kreide auf großen Tafeln rund um die Theke geschrieben. Auch der Service war toll – Beratung zur Auswahl von Essen und Wein, leckere Vorspeisen und Snacks. Das Essen war super lecker – ich war besonders begeistert von den mit Käse gefüllten Kroketten. Der Preis war natürlich deutlich höher als in den ersten beiden Restaurant, allerdings immer noch sehr günstig im Vergleich zu deutschen Preisen und außerdem absolut gerechtfertigt. Wir waren nämlich pappsatt, glücklich und zufrieden. Definitiv der kulinarische Höhepunkt unseres Urlaubs!

Tourismus
Was den Tourismus angeht, ist Vigo scheinbar gerade erst am Kommen. Abgesehen von den herkömmlichen Sehenswürdigkeiten wie Kirchengebäude, Festungsanlagen und Parks, gibt es in der Stadt nicht wirklich viel Touri-mäßiges. Und alles andere liegt weiter außerhalb.

An der Küste von Vigo liegen mehrere Inseln, auf denen sich ein Naturschutzgebiet befindet, das man mithilfe eines Schiffes besuchen und besichtigen kann. Leider muss man dort wohl ewig lange vorbuchen, sodass Schatz und ich leider keine Gelegenheit hatten, die „Islas Atlànticas de Galicia“ zu erkunden.

Ebenfalls fand sich keine wirkliche Gelegenheit, den Strand zu besuchen, geschweige denn, im Meer schwimmen zu gehen. Wir haben einfach nicht das richtige Wetter dafür erwischt.

Schatz‘ Wunsch, die „Il Castro“ – die alte Festung von Vigo – zu besuchen, verlief leider auch im Sande, da wir einem Vorläufer aufliefen – nämlich dem „Fortaleza de San Sebastian“, einer kleineren Fortanlage, die aber nicht weit von unserem eigentlichen Ziel verlief. Leider stellten wir das erst im Nachhinein fest.

Es gibt wohl auch einige Museen in Vigo, die Schatz und ich aber nicht gewillt waren zu besuchen, da wir beide keine großen Museumfans sind. Auch einen Zoo muss es irgendwo geben, der uns allerdings nicht ins Auge gesprungen ist. Generell sind die ganzen Touristenattraktionen ziemlich schlecht ausgeschildert oder beworben. Es gibt keine öffentlichen Zeit- oder Preislisten und wenn, dann sind sie ziemlich gut versteckt.
Was mich persönlich auch sehr verwundert hat, ist, dass in der ganzen Stadt fast kein typischer Touristenladen zu finden ist. Ihr wisst schon – so mit T-Shirts, Taschen, Postkarten, Magneten, Nippes und so Kram. Tatsächlich habe ich nur einen Laden auftreiben können, der Postkarten verkauft und einen weiteren sehr sympathischen Laden am Hafen, der eben den Nippeskram verkauft.

Typisch Spanisch

Nachdem wir nun einige Tage in Spanien verbracht haben, sind mir einige Dinge doch sehr stark aufgefallen. Eines davon ist die spanische „Siesta“ (zu Deutsch: „Mittagsruhe“) und jeder Spanier, der was auf sich hält, nimmt diese Ruhezeit sehr ernst. Und so kam es vor, dass man um 14 Uhr aus dem Laden gescheucht wurde – auch aus dem Supermarkt um die Ecke – weil eben Mittagspause ist. Und die wird da auch strikt eingehalten – meistens bis 17 Uhr abends.

Ausgehend von der Siesta ist auch der ganze restliche Tagesablauf verschoben. Abendessen gibt es in den meisten Restaurants erst ab 21 Uhr – frühestens. Dafür haben sie aber auch bis Mitternacht und zum Teil auch darüber hinaus geöffnet.

Da der Spanier dementsprechend etwas länger schläft, als der Durchschnittseuropäer, gibt es das Frühstück eben auch etwas später und fällt auch etwas länger aus, was die sehr humanen Frühstückszeiten im Hotel erklärt.

Eine weitere typische spanische Eigenart ist das grundsätzliche Übergehen der englischen oder anderen nicht-spanischen Sprachen. Die Leute sind zwar grundsätzlich fähig, Englisch zu verstehen, verweigern jedoch den Sprachgebrauch. Kommuniziert wird fast ausschließlich auf Spanisch mit sehr viel Hand und Fuß und mit einer Engelsgeduld, teilweise auch extra langsam oder in der Lautstärke und Deutlichkeit/Eindringlichkeit erhöht. Die Einheimischen geben sich halt alle Mühe, uns ihre Sprache näher zu bringen.
Generell sind die Leute alle sehr freundlich und machen einen geselligen und sehr gemütlichen Eindruck.

Mein Fazit
Die Woche in Vigo war richtig schön. Ich – und sicher auch Schatz – hab den Urlaub sehr genossen – auch wenn nicht alles nach Plan lief.

Das Hotel war super, das Wetter ganz annehmbar, das Essen lecker, die Leute nett und die Stadt sehr schön und interessant. Auch wenn ich anfangs etwas enttäuscht war, dass es nicht so viele Touristen-Möglichkeiten gab, bin ich letztendlich doch ganz froh gewesen, nicht in einem mit Touris überfüllten Ferienpool gelandet zu sein. Und für das nächste Mal wissen Schatz und ich ja Bescheid, dass wir für diverse Aktivitäten etwas früher anfragen müssen.

Ein nächstes Mal wird es wohl definitiv geben, da die Veranstaltung, wegen der wir überhaupt da waren, wohl jedes Jahr dort stattfindet. ^^

Das Infinity-Tournament

Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären – dem Infinity Planetario! Allerdings ist dieses Thema doch etwas komplexer und verdient deswegen einen eigenen Beitrag, den ihr hier findet!

Liebe Grüße,
Steffie

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