Voll pfett vom Stuhl in die Traufe…

Hallöle, da draußen,

seit gut einem Monat studiere ich nun Architektur an der htw saar. Ich habe seit dem einiges gelernt, z.B. dass das Studentenleben sehr viel Zeit kostet, mindestens genauso viel wie das Material an Geld und dass man sich jedes kleine Bisschen selbst erarbeiten muss – auch wenn man (noch) von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Manche Professoren und Dozenten sind streng, andere sympathisch und wieder andere so von sich selbst überzeugt, dass mir schon übel wird, wenn ich nur an sie denke. Ich fertige Skizzen und Pläne an und baue Modelle, ohne wirklich zu wissen, was ich tue. Bis heute hatte ich nicht wirklich das Gefühl, etwas über Architektur zu lernen.

Letzte Woche sind wir zu einer kleinen Hütte am Wald etwa vier Kilometer von Saarbrücken gefahren, um sie von Kopf bis Fuß – pardon – von Scheitel bis Sockel zu vermessen. Heute wurden die Maße verglichen und vereinheitlicht, damit jeder die Aufgabe – die Erstellung einer Ansicht, eines Grundrisses, eines Querschnitts und eines Längstschnitts im Maßstab 1:100 – auf der selben Basis erledigen kann. Und währenddessen hatte ich das Gefühl, dass ich zum ersten Mal wirklich was über Architektur lerne: Wie ein Haus aufgebaut ist, welche Bauteile wo sind und wie sie heißen, welche Materialien wo warum eingesetzt werden, aus welchen Bestandteilen ein Dach besteht, was der Unterschied zwischen einem Pfetten- und einem Sparrendach ist und welche Mauerwerk-Arten es gibt. Auch einen groben Grundriss, einen Querschnitt und einen Längstschnitt zu erstellen, empfand ich als sehr hilfreich.

Klar haben wir auch schon vorher Vorlesungen in Tragwerkslehre, Baustoffkunde, Technischem Zeichnen und weiteren Modulen gehabt, aber das kam mir alles vor, wie nicht zusammengehörige Puzzle-Teile in einem Mixer. Heute hatten wir mal eine Art Gesamtpaket, dass einen Überblick über alle Bereiche an einem einigen Beispiel zu bekommen, was es mir möglich gemacht hat, zumindest einige Puzzleteile zu Teilbildern zusammen zu setzen. Das gibt mir neue Motivation und ein bisschen mehr Vertrauen, dass ich mich vielleicht doch noch im Studium und in der Architektur zurecht finde.

 

Liebe Grüße,

Steffie

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