Eine Busfahrt, die ist lustig, …

Hallo, ihr Lieben,

seit nunmehr drei Monaten wohne ich nun in Saarbrücken und so ganz allmählich entwickele ich mich vom Landei zum Stadtmensch – zumindest, was die Fortbewegungsmittel angeht.

Während der klassische Landmensch sich mit dem Trekker, Jeap, Kombi oder in Klein- bis Kleinstwagen von Punkt A nach Punkt B bewegt, benutzt der Städter die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn. Das könnte natürlich daran liegen, dass der Bus- und Bahnverkehr in Städten viel besser läuft, als auf dem Land. Jede Viertel- bis halbe Stunde fahren Busse in jede Richtung, in die man will und die S-Bahn hält alle 5 bis 7 Minuten.

Ich als Studentin fahre täglich mit dem Bus und auch, wenn mir diese riesigen Fahrzeuge noch nie so richtig sympathisch waren, so ist es doch ungeheuer praktisch, dass hier so regelmäßig welche an die Hochschule fahren, an der ich studiere. Außerdem fahre ich dank meines Studentenausweises kostenfrei. ^^

So eine Busfahrt hat – wie eigentlich alles im Leben – ihre guten und schlechten Seiten. Mit Verspätungen oder Unfällen hat man mich bis jetzt zum Glück verschont. Dafür gibt es aber regelmäßig derart vollgestopfte Busse, dass die Passagiere schon vorne aus der Einstiegstüre rausquillen. Dazu dann noch Busfahrer, die einen Fahrstil haben, wie ich zu Beginn meiner Autofahrkarriere – schnelle, kurze Beschleunigungsaktionen, gefolgt von abrupten Bremsen. Sehr angenehme Situation, wenn man zu den stehenden Passagieren gehört – mit der Busstange in der einen und dem Modell für die heutige Vorlesung in der anderen Hand.

Auch haben die Busfahrer wohl keine Einigung darüber getroffen, ob sie grundsätzlich an allen Haltestellen halten oder nur dann, wenn auch jemand das Halteknöpfchen drückt. So kann es einem „Anfänger“ durchaus mal passieren, dass er unfreiwilliger Weise eine Station weiter fährt.

Bus fahren hat aber auch durchaus seine guten Seiten. Wenn man denn das Glück hat, einen Sitzplatz zu haben, womöglich in einem der Vierersitze, dann kann man wunderbar die anderen Leute beobachten. Ob Teenager, die noch die gleichen Auto-Nummernschild-Verhau-Spiele spielen, wie ich damals in dem Alter – nur dass man sich jetzt bei Smarts einen auf den Deckel gibt und nicht mehr bei Beetles oder Käfern – oder Verwandte oder Freunde, die sich zufällig auf einer Busfahrt treffen und dann erstmal lautstark Neuigkeiten austauschen.

Man kommt auch öfter mit Leuten ins Gespräch. Entweder mit Kommilitoninnen, die mal den gleichen Bus erwischt haben oder sehr freundliche ältere Damen, die immer wieder sehr schöne und teils auch sehr lustige Geschichten auf Lager haben und die sehr freundlich zu jungen Neusaarbrückerinnen wie mir sind und mir sagen oder sogar zeigen, an welcher Haltestelle ich raus muss. ^^°

Bus fahren hat also definitiv auch positive Augenblicke – besonders wenn man die Linie 109 um 07.40 Uhr vom Rathhaus zum Ilseplatz nimmt. Da fährt nämlich ein sehr freundlicher Busfahrer einen ausrangierten Reisebus, und er grüßt jeden entgegenkommenden Busfahrer, hat  einen tollen Radiosender einstehen, hält automatisch an meiner Zielhaltestelle und entlässt seine Mitfahrer nie, ohne sie über’s Mikrofon zu verabschieden und ihnen einen schönen Tag zu wünschen. ^^

Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön, …

 

Eure Steffie

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