Archiv der Kategorie: Lernen

Richtig lernen mit Pomodoro

Hallo, ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder einen Beitrag im Uni-Act – und zwar möchte ich euch heute eine bestimmte Lerntechnik vorstellen, mit der ihr effektiv und motiviert lernen könnt.

Die Technik nennt sich Pomodoro. Das Wort kommt aus dem Italienischen und bedeutet Tomate. Der Begriff bezieht sich auf die tomatenförmige Küchenuhr, die der Begründer der Technik, Francesco Cirillo, bei seinen ersten Versuchen verwendete.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Zunächst wird 25 Minuten ohne Unterbrechung gelernt und dann folgen fünf Minuten Pause, in denen man sich mit etwas anderem beschäftigen kann. Diese Pomodoro-Einheit wird insgesamt vier Mal durchgeführt, also insgesamt zwei Stunden lang. Danach steht dann eine längere Pause auf dem Programm ( ca. 15 bis 20 Minuten), ehe das Programm wieder von vorne los geht.

Am effektivsten ist diese Technik mit einem Lernplan. Die zu bearbeitenden Aufgaben sollten schriftlich festgehalten werden, z.B. in Form eines Lerntagebuchs und prioretisiert, d.h. der Wichtigkeit entsprechend geordnet werden. Wenn ein Pomodoro abgeschlossen ist, werden die erledigte Aufgaben abgestrichen. Das löst ein Erfolgsgefühl aus und die Aufzeichnung der Daten ermöglicht eine spätere Selbstreflexion.

Wichtig ist ebenfalls, dass ihr wirklich keinerlei Ablenkung während des Lernens habt. Denn jedes Mal, wenn ihr euer Pomodoro unterbrecht, müsst ihr komplett von vorne anfangen.

Als Timer könnt ihr entweder euer Handy verwenden (wenn ihr der Versuchung permanent eure Apps checken zu wollen widerstehen könnt) oder eben die klassische Eieruhr. ^^

Also ich bin von dieser Technik sehr begeistert, vor allem, wenn es an der Uni auf die Klausurenphase geht. Mir persönlich geht es so, dass ich unheimlich gepuscht werde, weil ich mir denke: „Du hast jetzt 25 Minuten, um den Stoff da durchzugehen. Also sieh zu, dass du das auch in der Zeit gemacht bekommst.“ Es ist quasi ein kleiner Wettkampf mit mir selbst. Außerdem finde ich die Pausen super, weil ich mich unmöglich länger als 25 Minuten auf ein Thema vernünftig (!) konzentrieren könnte. Jedenfalls nicht vernüftig genug, damit es für die Klausur ausreichen würde.

Probiert es einfach mal aus. Vielleicht bringt es euch ja auch was. ^^

Liebe Grüße,

eure Steffie

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Map Your Mind

Hallo, ihr da draußen.

Heute gibt es mal wieder einen Lerntipp von mir.

Viele von euch werden diese Methode schon kennen, denn inzwischen ist sie eine der beliebtesten und auch häufigsten Arbeitstechniken, die man in der Schule oder auch an der Uni anwendet – die Mind Map.

Erfunden wurde die Mind Map vom englischen Autor und Redner Tony Buzan. Das Prinzip ist denkbar einfach. In die Mitte eines blanken Blatt Papier wird das zentrale Thema mit einem Schlüsselwort aufgeschrieben oder mit einem Bild illustriert. Davon ausgehend werden um das zentrale Thema herum die damit zusammenhängenden Hauptthemen aufgeschrieben und mit Linien mit dem Zentrum verbunden. Diese Hauptthemen bilden nun jeweils selbst ein Zentrum für ihre Unterthemen und diese wiederrum für deren Unterthemen, usw.

Durch die Verwendung verschiedener Farben, Schriftarten und Symbolen ergibt sich so eine „Karte“ zu eurem Schlüsselthema, die sich visuell und durch die Erstellung viel besser merken lässt, als stupide herunter geschriebene Stichpunkte.

Ich verwende Mind Maps am allerliebsten, um mir vor dem Lernen für Prüfungen und Klausuren bzw. am Ende eines Semesters einen Überblick über die Inhalte der einzelnen Module zu machen. Daran kann ich mich dann während der weiteren Vorbereitung entlang hangeln und diese Übersicht abarbeiten.

Und so geht’s:

  1. In die Mitte kommt der Name des Studienmoduls, in meinem Beispiel „Kulturgeographie“.
  2. Drumherum kommen dann die Großthemen, in die dieses Studienmodul unterteilt wurden. In diesem Fall sind das z.B. die Erkenntnisobjekte, methodische Forschungsansätze oder der geschichtliche Überblick.
  3. Anschließend schreibe ich zu jedem Großthema Unterpunkte auf, z.B. zu Moderner Geographie die verschiedenen Herangehensweisen der unterschiedlichen Schulen, und zu diesen Unterpunkten weitere Unterpunkte (Chicagoer Schule –> Sozial-/Humanökologie —> Funktionalismus).
  4. Das führe ich so lange fort, bis ich alle mir wichtig erscheinenden Punkte aufgeschrieben habe. Mit unterschiedlichen Farben, z.B. mit Textmarkern, markiere ich die einzelnen Bereiche, um einen besseren Überblick zu haben.
  5. Dann fange ich damit an, die einzelnen „Äste“ der Mind Map zu bearbeiten. Ich suche die Unterlagen dazu heraus, lese diese nochmal durch und mache mir gezielt Notizen dazu. So bekomme ich einen genauen Überblick über meinen Lernstoff.

Eine Mind Map ist also optimal zum Zusammenfassen und um sich einen Überblick über eine Masse an Informationen zu schaffen. Wie eine richtige Karte hilft sie, die Orientierung zu behalten und sicher ans Ziel zu kommen. ^^

Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren nächsten Prüfungen.

Liebe Grüße,

eure Steffie

 

Lernen mit dem richtigen Typ

Hallo, da draußen,

inzwischen hat überall die Schule wieder angefangen und auch bei mir wird bald das Wintersemester losgehen. Dann heißt es wieder Vorlesungen besuchen, Grundkurse absolvieren, Unterrichtsmaterial vor- und nachebreiten und für Prüfungen lernen. Und besonders letzteres kann sich manchmal etwas schwierig gestalten.

Für ein gutes Lernen kann es sehr nützlich sein, zu wissen, welche Lernmittel einem am besten helfen bzw. zu welchem Lerntyp man gehört. Wir unterscheiden hier zwischen vier verschiedenen Lerntypen – dem visuellen, dem auditiven, dem motorischen und dem kommunikativen. Im Folgenden stelle ich euch jeden Typ und seine Lernmittel vor.

Der visuelle Lerntyp lernt, wie der Name schon sagt, vor allem mit dem, was seine Augen wahrnehmen. Dazu gehören Bücher mit Texten und Bildern, selbst angefertigte Skizzen und Schaubilder und Videos. Eine sehr effektive Methode für visuelle Lerntypen ist z.B. das Erstellen von Spickzetteln. Dabei müssen nämlich viele Informationen auf ein Minimum heruntergekürzt und zusammengefasst und anschließend zu Papier gebracht werden. Durch die immer wieder neue Wiederholung prägt sich das Gelernte besser ein.

Der auditive Lerntyp profitiert vor allem durch alles, was er hört. Er ist der perfekte Kandidat für Frontalunterricht und Vorlesungen. Am besten hilft ihm beim Lernen, den Lernstoff auf Band aufzunehmen und immer wieder anzuhören. Eine Idee wäre auch, ein Gedicht oder ein Lied aus dem Lernstoff zu machen, denn mit Reimen und Musik merkt man sich generell alles nochmal besser. Gespräche und Vorträge zum Thema sind ebenfalls nützlich.

Der motorische Lerntyp nimmt Informationen besser auf, wenn er sich bewegt. Hier helfen rhythmische Bewegungen, Imitation und Pamtomime, sowie Rollenspiele. Eine weitere Möglichkeit ist der Lern-Spaziergang. Hierbei werden Stich- und Schlüsselwörter auf Post-It-Zetteln notiert, die man in der Wohnung bzw. im Haus verteilt an Wände und Türen klebt. Durch die alltäglichen  Strecken durch die heimische Residenz prägen sich die Notizen ein und sind durch die Verknüpfung leicht wieder abrufbar.Eine weitere Möglichkeit wäre, die Schlüsselwörter mit Handgesten zu verknüpfen, also sowas wie ein Fingerspiel zu machen oder eine Art Lern-Gebärdensprache zu erfinden.

Der kommunikative Lerntyp ist ebenfalls aktiv. Er lernt vor allem durch Gespräche und Diskussionen über das Lernthema. Besonders effektiv sind deshalb Lerngruppen und Frage-Antwort-Spiele. Eine weitere gute Übung ist, das Gelernte in Form eines Referats vor anderen oder vor dem Spiegel vorzutragen. Wie beim auditiven Lerntyp bietet sich auch hier an, ein Gedicht oder Lied über den Lernstoff zu schreiben und dieses immer wieder aufzusagen bzw. zu singen.

Natürlich lässt sich kein Mensch in vorgefertigte Schubladen zwängen. Deshalb kann es durchaus sein, dass dir mehrere Techniken verschiedener Lerntypen weiterhelfen. Probier einfach mal durch, was dir am meisten liegt. Vielleicht fallen dir ja sogar noch weitere Techniken ein. Wenn ja, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr sie in den Kommentaren mit mir teilt.

Liebe Grüße,

eure Steffie

Richtig lernen mit BRAC

Hallo, ihr Lieben,

heute möcht ich euch ein bestimmtes Lernsystem vorstellen, nämlich den Basis Rest Activity Cycle.

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Schlafforschung und beschreibt die Beobachtung das rhythmische Alternierenzwischen NREM-Schlaf (den eher leichten Schlaf) und REM-Schlaf (dem Tiefschlaf, in dem wir auch träumen). Die Abkürzung „REM“ steht hier für Rapid Eye Movement, gemäß der typischen schnellen Augenbewegung, die im Tiefschlaf stattfindet.

Was hat das Ganze nun mit Lernen zu tun? Nun: Die jeweiligen Schlafphasen dauern wohl zwischen 80 und 120 Minuten und wechseln regelmäßig, so dass es im Grunde immer Phasen eines ruhigen Schlafes gibt – quasi Pausen. Und genau dieses Prinzip wird beim Lernen aufgegriffen.

Beim BRAC-Lernen unterteilt man seine Zeit in Aktivitäts- und Ruhephasen, also Lernzeit und Lernpausen. Ein BRAC besteht dabei aus je drei Einheiten mit je maximal 90 Minuten Lernzeit und zwischen 15 und 30 Minuten Pause.

Nach diesen drei Einheiten, also ca. 5 Stunden,  steht eine Pause von mindestens einer Stunde an, ehe ihr mit dem nächsten BRAC loslegen solltet. In dieser großen Pause macht ihr am besten was völlig anderes, um den Kopf wieder ordentlich frei zu kriegen und euch zu entspannen.

Diese Lernmethode eignet sich hervorragend für zwei oder mehrere freie Tage hintereinander, also z.B. das Wochenende, um effektiv und schnell zu lernen. Natürlich benötigt auch diese Methode, wie jede andere, Selbstdisziplin und ein gutes Zeitmangement.

Probiert es einfach mal aus! Vielleicht ist es ja was für euch. ^^

Liebe Grüße,

eure Steffie

Von Merksätzen und Eselsbrücken

Hallo, ihr Lieben!

Sicher kennt ihr das: Ihr sitzt an eurem Tisch und lernt für die nächste Klassenarbeit, die nächste Klausur oder die nächste Prüfung. Ihr habt euch alle Unterlagen angesehen, alles zusammen gefasst und schon zigmal durchgelesen, aber es will einfach nicht in euren Kopf!

Ich hatte da kürzlich ein ganz ähnliches Problem und mir hat Folgendes geholfen:

Ich scheine von Natur aus in meinem Hirn eine Extra-Festplatte für Sinnsprüche, Witze, Sketche und Gedichte zu haben. Ich kann mir sowas einfach prima merken. Also habe ich beschlossen, genau das für meine Lernarbeit zu nutzen. Ich habe mir den Unterrichtsstoff vorgenommen und habe ein Gedicht geschrieben. Und jetzt kann ich mir endlich diese vermaledeiten Literaturepochen mit Zeitraum und Autoren merken. Noch nicht alle astrein, aber wesentlich besser als vorher.

Sinnsprüche und Reime bleiben einfach besser im Kopf. Sicher kennt noch jeder den Merksatz für das Planetensystem: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten.“ (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto). Besonders effektiv sind solche Eselsbrücken, wenn sie witzig oder sogar ein Stück weit peinlich sind, wie z.B. die Unterscheidung zwischen Stalagmiten („Mieten steigen“) und Stalagtiten („Titten hängen“) in einer Tropfsteinhöhle oder der Sinnspruch für konvexe und konkave Kurven: „Ist das Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav. Hat das Mädchen Sex, wird der Bauch konvex.“

Im Folgenden möchte ich euch nun Methoden zeigen, wie ihr euch eure eigenen Eselsbrücken und Merksätze bauen könnt.

Einzelbegriffe

Wenn es darum geht Einzelbegriffe zu lernen, empfehle ich euch eine Methode, die eine Freundin während unserer gemeinsamen Ausbildung angewandt hat. Sie funktioniert genauso wie die Eselsbrücke zum Planetensystem. Ihr schnappt euch die Anfangsbuchstaben eurer Begriffe und baut daraus einen Satz oder lustige Begriffe, die ihr euch gut merken könnt.

Gehen wir von folgendem Fall aus: Unsere Begriffe sind die verschiedenen Tierklassen: Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, Insekten, Spinnetiere und Weichtiere, also die Buchstaben S, V, R, A, F, I, S und W. Nun nehmt ihr euch diese Buchstaben und baut daraus einen Satz. Dabei ist es nicht wichtig, welche Reihenfolge die Buchstaben haben oder ob der Satz sinnvoll ist. Wichtig ist nur, dass ihr ihn euch merken könnt und ihr damit auf die Ursprungsbegriffe zurückgreifen.

Eine mögliche Variante wäre zum Beispiel: „Sonntags fahre ich vorwärts SportWagen und rückwärts Auto.“(Säugetiere, Fische, Insekten, Spinnentiere, Weichtiere, Reptilien, Amphibien)

Der Satz ist unsinnig, witzig und damit leicht zu merken. Nun müsst ihr nur noch nachdenken, welche Tierklasse mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben anfängt und schon habt ihr die Lösung.

Lerngedichte und -lieder

Für die Poeten unter euch wäre es eine gute Idee, euren Lernstoff einfach in Gedichtform zu packen. Dazu müsst ihr im Grunde nur Reime zu euren Begriffen oder Merksätzen finden. Eine große Hilfe dabei ist eine Reimemaschine, z.B. diese hier. Einfach einen Begriff eingeben, einen passenden Reim aussuchen und dann kann es auch schon losgehen.

Die musikalischen Seelen können das Ganze vielleicht sogar noch vertonen und instrumental unterlegen. Oder macht einen Rap aus eurem Text. So macht Lernen Spaß! ^^

Sicherlich gibt es noch mehr tolle und kreative Methoden, um sich Dinge besser merken zu können. Wenn ihr weitere Vorschläge habt, würde ich mich sehr über eure Kommentare freuen. ^^

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren und viel Erfolg bei der nächsten Prüfung!

Liebe Grüße,

eure Steffie